Irland stimmt 2014 über Öffnung der Ehe ab

Irland wird im nächsten Jahr eine Volksabstimmung über die Öffnung der Ehe abhalten. Das hat Vize-Ministerpräsident Eamon Gilmore bei einer Veranstaltung des Gay and Lesbian Equality Network (GLEN) in Dublin angekündigt. Die Volksabstimmung ist notwendig, da bei der Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare die Verfassung geändert werden muss.

Erst im April hatte ein Verfassungskonvent empfohlen, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen. Vermutlich wird über sämtliche Punkte, in denen die Verfassung geändert werden muss, gemeinsam abgestimmt.

Fast alle großen Parteien Irlands unterstützen die Ehe-Öffnung. Neben der regierenden Labour Party befürworten auch die rechtsliberale Fianna Fáil, die Grünen sowie die linksgerichtete Sinn Féin die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Nur die konservative Fine Gael, mit der Labour in einer Koalition ist, tut sich mit dem Thema schwer.

Auch in der irischen Bevölkerung gibt es eine große Mehrheit dafür, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen. Im Februar hatten sich 73 Prozent der Iren für eine Gleichstellung ausgesprochen. Lediglich die römisch-katholische Bischofskonferenz bezeichnet die Ehe-Öffnung als „schädlich für das Gemeinwohl“.

In Irland ist Sex unter Männern erst seit 1993 straffrei. Seit 2011 gibt es Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare.