Zwei weitere Patienten von HIV geheilt?

Es könnte ein Meilenstein im Kampf gegen HIV und Aids sein. In den USA sind bei zwei Patienten nach einer Knochenmark-Transplantation keine HI-Viren mehr nachzuweisen. Die Forscher sind nun vorsichtig optimistisch.

Ähnlich wie beim „Berliner Patient“ litten die Patienten zusätzlich an Blutkrebs und brauchten eine Knochenmarkspende. Mehrere Wochen nach dem Absetzen ihrer HIV-Medikamente gebe es noch immer keine erkennbaren Anzeichen für das HI-Virus, so Timothy Henrich und Daniel Kuritzkes vom Brigham and Women’s Hospital in Boston. Der eine habe seit sieben, der andere seit 15 Wochen keine Medikamente mehr genommen, berichteten die Forscher bei einer Internationalen Aids-Konferenz in Kuala Lumpur.

Forscher vorsichtig optimistisch

Trotzdem sind die Forscher vorsichtig: Es sei zwar ein ermutigendes Zeichen, dass das HI-Virus nicht mehr im Körper aufzufinden sei, aber die Ergebnisse „bedeuten nicht, dass die Männer geheilt sind“ so Henrich. Der Virus könne sich in anderen Organen wir Gehirn, Leber, Lymphknoten oder Milz „verstecken“. „Wenn sie ein oder sogar zwei Jahre virusfrei bleiben, nachdem sie ihre Therapie beendet haben, können wir eine Stellungnahme abgeben, dass die Chancen auf eine Rückkehr des Virus sehr gering sind“, so Henrich weiter.