Meningitis-Epidemie auch in Europa angelangt

Nach New York und Kalifornien könnte nun auch Paris von einer Meningitis-Epidemie unter schwulen Männern betroffen sein. Davor warnt die französische Aids-Gruppe „Act Up Paris“. Die Warnung betrifft die Regionen Île-de-France mit Paris sowie Marseille, wo derzeit die EuroPride stattfindet.

In Paris haben sich zwischen 13. und 20. Juni drei Männer mit der Hirnhautentzündung angesteckt. Der Übertragungsweg war in diesen Fällen intimer Kontakt mit Männern.

Meningitis kann durch Küssen oder indirekte Berührung (zum Beispiel durch ein Glas) übertragen werden. Besonders anfällig sind HIV-Positive.

Bis zu 30 Prozent der Infektionen enden tödlich, besonders wenn sie nicht behandelt wurden. Zu den Symptomen gehört ein steifer Nacken, hohes Fieber, Kopfschmerzen oder Hautausschläge.

In den USA ist Meningitis unter schwulen Männern schon länger ein Problem: Zuletzt gab es drei Todesfälle in Kalifornien, sieben schwule Männer starben seit 2010 in New York.

Die Gesundheitsbehörde der Millionenmetropole hat deshalb schwule Männer mit wechselnden Sexualpartnern aufgefordert, sich gegen Meningitis impfen zu lassen. Zuvor galt die Empfehlung nur für HIV-positive Männer.