HOSI Wien hat UNO-Beraterstatus

Nun ist es offiziell: Die HOSI Wien hat Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). Die EU-Delegation spricht von einer historischen Entscheidung.

HOSI Wien darf nun offiziell bei UN-Sitzungen mitarbeiten

Für die HOSI Wien heißt der Beraterstatus, dass man bei offiziellen Sitzungen von UNO-Organisationen wie dem UN-Menschenrechtsbeirat nicht nur teilnehmen, sondern auch aktiv mitwirken kann. Auch dürfen Veranstaltungen in UNO-Gebäuden abgehalten werden.

Bereits am 28. Mai hat sich das zuständige NGO-Komitee für die Zuerkennung des Konsultativstatus ausgesprochen. Nicht einmal ein Monat später ist die ECOSOC dieser Empfehlung wie erwartet gefolgt.

Für EU-Delegation eine „historische Entscheidung“

Gemeinsam mit der HOSI Wien wurde auch die Australian Lesbian Medical Association als Berater aufgenommen. Für die EU-Delegation bei der ECOSOC ist es eine historische Entscheidung, dass zwei Organisationen, die die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender eintreten, den Beraterstatus zuerkannt bekommen haben.

Dieser großen Ehre ist sich die HOSI Wien bewusst. Die Zuerkennung des Beraterstatus sei „eine Bestätigung für die intensive Arbeit, die wir über die letzten Jahre und Jahrzehnte geleistet haben“, freut sich Obmann Christian Högl: „Darüber hinaus ist sie gleichzeitig ein Ansporn, in Zukunft noch stärker auf internationaler Eben für Gleichstellung einzutreten.“

HOSI Wien möchte große internationale Konferenz organisieren

In den kommenden Jahren möchte die HOSI Wien auch eine größere internationale Konferenz organisieren, bei der „Strategien zur Verbesserung der menschenrechtlichen Situation Betroffener erarbeitet werden sollen“, so Högl weiter.

Für HOSI-Wien-Obfrau Cécile Balboas ist der Beraterstatus „kein Selbstzweck, sondern vor allem auch eine Aufgabe für die Zukunft“: Insbesondere die Situation von lesbischen Frauen werde in der öffentlichen Wahrnehmung oft ausgeblendet.