Kalifornien stärkt Rechte von Transgender-Kindern

Als erster Bundesstaat in den USA hat Kalifornien ein Gesetz verabschiedet, das Transgender-Kindern umfassende Entscheidungsfreiheiten garantiert.

Damit können sich Transgender-Schüler unter anderem aussuchen, welche Toiletten sie benutzen wollen oder ob sie am Turnunterricht für Burschen oder Mädchen teilnehmen wollen. Das müssen alle Kindergärten und Schulen garantieren.

Gesetz soll Mobbing und Diskriminierung verhindern

Mit dem neuen Gesetz soll Mobbing und Diskriminierung gegenüber transsexuellen Kindern verhindert werden, hoffen Befürworter des Gesetzes. Kritiker fürchten, dass sich Mitschüler in ihrer Intimsphäre verletzt fühlen könnten.

Das schließt der Autor des Gesetzes auch gar nicht aus. „Werden Transgender-Schüler anderen Kindern Unbehagen bereiten? Vielleicht.“, so der demokratische Abgeordnete Tom Ammiano. Er wolle diese Gefühle nicht herunterspielen – „Aber neue Erlebnisse sind oft unbehaglich. Das kann eine Ausrede für Vorurteile sein.“, steht er hinter dem Gesetz.

Richtlinien werden seit einem Jahrzehnt bereits angewandt

Weiters betont Ammiano, das im größten Schulbezirk Kaliforniens schon seit zehn Jahren so gehandelt wird, wie es das Gesetz jetzt vorschreibt. Probleme habe es dabei nie gegeben, so der Abgeordnete.

Ähnliche Richtlinien für Transgender-Kinder gibt es auch in den US-Bundesstaaten Massachusetts und Connecticut. Kalifornien ist aber der erste Bundesstaat, der solche Empfehlungen nun durch das Gesetz für alle Bildungseinrichtungen verpflichtend einführt.