Regenbogen-Zebrastreifen vor russischer Botschaft in Stockholm

Einen kreativen Protest gegen die Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ in Russland haben Aktivisten in Schweden gefunden: Sie haben den Zebrastreifen vor der Botschaft in Regenbogenfarben bemalt.

Der Kampf gegen die als menschenrechtswidrig geltenden Gesetze in Russland ist in Schweden ein großes Thema: Beim Stockholm Pride vor einigen Tagen wurden sämtliche Redebeiträge auf den Monitoren auch auf russisch untertitelt, die Organisatoren haben auch Lesben- und Schwulenaktivisten aus Russland eingeladen.

Bunter Zebrastreifen gegen Repressionen an Lesben und Schwulen

Nun haben Unbekannte eine sehr deutliche Art des Protests gefunden: Sie haben den Zebrastreifen vor der russischen Botschaft am Sonntag im Morgengrauen in die Farben der Regenbogenfahne gehüllt. Damit wird das Personal jeden Tag deutlich, aber doch mit einem Augenzwinkern, daran erinnert, dass die Schweden mit dem russischen Gesetz nicht einverstanden sind.

Die schwedischen Behörden lassen sich unterdessen Zeit, den ursprünglichen Zustand des Zebrastreifens wieder herzustellen. Die Polizei hat noch keine Anzeige aufgenommen. „Vielleicht wird es als Vandalismus oder Verkehrsgefährdung eingestuft“, sagte Polizeisprecher Ulf Lindgren der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“. Man sei für das Umpinseln des Zebrastreifens nicht zuständig, heißt es weiter von der Polizei. Sie empfiehlt Autofahrern und Fußgängern, am bunten Fußgängerübergang entsprechend vorsichtiger zu sein.