Philipp Lahm: ‚Fußballer haben ein Recht, sich zu outen‘

Erneut hat sich Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, zum Thema Homosexualität im Sport geäußert – und diesmal positiver als zuletzt.

Es sei „das gute Recht von allen, sich zu outen“, so Lahm. Die Reaktionen dazu könne er nicht einschätzen. Ob die Gesellschaft soweit sei, „wird man sehen, wenn es mal der Fall ist“, so der FC-Bayern-Star am Rande der Premiere des Films „Wembley – Football is coming hoam“. Er selbst könne die Reaktionen nicht abschätzen, so Lahm weiter.

Klare Worte, die der offen lesbischen National-Torhüterin Nadine Angerer gefallen. „Ich würde raten, sich zu outen, egal welche negativen Folgen es haben könnte! Es ich wichtig, sich selbst treu zu bleiben“, so die Sportlerin, die mit der Damen-Fußballmannschaft gerade Europameisterin wurde. Sich selbst hat sie im Jahr 2011 geoutet.

Noch im Mai 2011 war der Fußballer deutlich skeptischer. Lahm warnte Profifußballer vor einem öffentlichen Coming Out. „Für denjenigen, der es tut, würde es sehr schwer werden. Ein offen schwuler Fußballer würde Schmährufen ausgesetzt sein“, sagte er der Zeitschrift „Bunte“.