Ricky Martin: ‚Ich war homophob‘

Ricky Martin war vor seinem Coming Out homophob. Das hat der 41-Jährige in einem Interview mit der australischen Ausgabe des Lifestyle-Magazins „GQ“ zugegeben.

Aus Angst sah er auf Schwule herab: „Ich war sehr zornig, sehr rebellisch. Ich schaute gewöhnlich auf Schwule und dachte: ‚Ich bin nicht so. Ich will nicht so sein, das bin nicht ich.“, so der Latino-Sänger.

Die Schuld dafür gibt Ricky Martin seinem Umfeld: „Wenn man von jedem hört, dass man falsch liegt – von der Gesellschaft, vom eigenen Glauben – das machte mein Selbstwertgefühl kaputt. Ich ließ meine Wut an denen aus, die um mich herum waren.“ Ähnliches sagte Martin bereits in Jay Lenos „Tonight“-Show im Mai 2011. Er gibt im „GQ“-Interview auch zu, Schwule in seinem Umfeld regelrecht gemobbt zu haben.

Ricky Martin hat sich im Jahr 2010 geoutet und danach mehrmals öffentlich bedauert, so lange versteckt gelebt zu haben. Der Puertoricaner lebt heute mit seinem Freund und Zwillingen, die eine Leihmutter ausgetragen hat, zusammen in den USA.

Für sein Coming Out hat Ricky Martin auch im konservativ katholischen Puerto Rico viel Lob bekommen. Kardinal Luis Aponte Martinez dem Sänger allerdings vor, für Homosexualität zu „werben“ und deshalb ein schlechtes Vorbild für Kinder zu sein.