Star-Bariton Erwin Schrott gratuliert erstem schwulen Ehepaar Uruguays

Ob das zu Hause nicht für Ärger sorgen wird? Während Erwin Schrotts Ehefrau Anna Netrebko ihr Verhältnis zu Lesben und Schwulen wegen ihrer Nähe zu Kreml-Herrscher Wladimir Putin rechtfertigen muss, erweist sich der Bassbariton als Kämpfer für gleiche Rechte.

Facebook-Profil mit Regenbogenflagge

Nachdem in seiner Heimat Uruguay die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wurde, änderte Schrott das Titelbild seiner Facebook-Fanpage: Dort empfängt den Besucher nun eine Regenbogenflagge und der Schriftzug „Equality for All“.

Gestern postet der klassische Sänger, die Öffnung der Ehe mache ihn „stolz auf meine Heimat, wo die Mauern der Diskriminierung zerschlagen werden. Gratulation an Präsident José Mujica für die Verteidigung der gleichen Rechte und Felicidades (Glückwünsche) an Sergio Miranda und Rodrigo Bords, das erste schwule Paar, dass sich am Standesamt von Montevideo registriert hat, um legal den Bund fürs Leben einzugehen.“

Der Eintrag hat bereits über 555 Likes und wurde 24 Mal geteilt. Ein Fan macht in seinem Kommentar auf die Situation in Russland aufmerksam – wo genau die gegenteilige Lage herrscht. Der Fan wünscht sich auch, dass Schrotts Frau Anna Netrebko etwas zu dem Thema sagt.

Halbherzige Erklärung von Anna Netrebko

Doch die reagiert darauf eher genervt. Vor nicht einmal drei Wochen hat die Unterstützerin von Präsident Wladimir Putin nach immer lauter werdenden Forderungen öffentlich ihre Toleranz gegenüber homosexuellen Kollegen betont.

„Als Künstlerin ist es mir eine große Freude, mit all meinen wunderbaren Kollegen zusammenzuarbeiten – ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, Volkszugehörigkeit, Religion, Geschlecht oder sexuellen Orientierung“, schrieb die Sängerin bei Facebook.