Berlin: Trans-Mann gebärt Kind

Es ist eine medizinische Premiere in Berlin: So wie der Amerikaner Thomas Beatie hat nun auch in Berlin ein Frau-zu-Mann-Transgender ein Kind zur Welt gebracht. Um keine Probleme mit den Behörden zu bekommen, fand die Geburt zu Hause statt.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, brachte der Transmann sein Kind bereits am 18. März zur Welt. Er hat sich für eine Hausgeburt mit Hebamme entschieden, weil Krankenhäuser in Deutschland bei einer Geburt den Namen der Mutter an die Behörden weiterleiten müssen. Das – und die damit verbundene Aufregung – wollte der Mann offenbar vermeiden. Dem entsprechend liegen auch keine Details über den Vater vor.

Als Mann registriert, keine anpassende Operation

Dem „Spiegel“ zufolge hat er sich durch eine künstliche Samenspende befruchten lassen. Das ist bei Transmännern möglich, solange ihr Geschlecht nicht operativ angeglichen wurde und sie noch über Gebärmutter und Eierstöcke verfügen. Eine Änderung des Geschlechts in amtlichen Dokumenten ist aber trotzdem möglich. So wird er im Personenstandsregister als Mann geführt.

Welches Geschlecht das Kind des Mannes hat, ist unklar. Die „Bild“-Zeitung schreibt, es ist ein Bub. Ganz sicher sei das aber nicht: Dem Jugendamt liege nur eine rechtsanwaltliche Bestätigung vor. Ursprünglich wollte der Vater das Geschlecht des Kindes ganz verheimlichen, so „Bild“.