Volker Beck tritt zurück

Das schlechte Abschneiden der Grünen bei der deutschen Bundestagswahl fordert massive personelle Konsequenzen: Nun hat auch Volker Beck, offen schwuler parlamentarischer Geschäftsführer, angekündigt, nicht mehr für dieses Amt anzutreten.

Seit 1994 ist Beck Mitglied des deutschen Bundestags. Die Funktion eines parlamentarischen Geschäftsführers, vergleichbar mit dem geschäftsführenden Klubobmann in Österreich, hatte Beck seit 2002 inne.

Bei der Bundestagswahl haben die Grünen 2,3 Prozentpunkte verloren und liegen nun bei 8,4 Prozent. Das führte dazu, dass Spitze der Partei, die in Umfragen bis zu 20 Prozent hatte, noch am Montag ihren Rücktritt ankündigte.

Nun zieht auch er persönliche Konsequenzen aus der Niederlage der Grünen bei der Bundestagswahl. „Ich sehe meine Perspektive in der Fachpolitik“, so Beck in Berlin. Als Menschenrechtspolitiker sehe er nun die Chance, die Grünen wieder als Bürger- und Menschenrechtspartei zu profilieren.

Beck wurde auch ein Opfer der Pädophiliedebatte, die die Grünen vor der Wahl erschütterte: Es wurde bekannt, dass die Partei in ihren Anfangstagen auch Menschen eine politische Heimat bot, die für straffreien Sex mit Kindern eintraten.

Beck wurde in diesem Zusammenhang ein Aufsatz mit pädophilen Positionen vorgeworfen. Der Politiker behauptet, dass der Aufsatz wohl seinen Willen vor der Veröffentlichung verändert worden sei. Er selbst habe sich für das Heraufdrängen von Pädophilen bei den Grünen eingesetzt.