‚Parade Gay‘ in Rio: 300.000 feiern an der Copacabana

Es ist wohl einer der schönsten Orte, eine Lesben- und Schwulenparade abzuhalten: Am Sonntag haben rund 300.000 Menschen an der Copacabana in Rio de Janeiro für die Gleichberechtigung für Lesben, Schwulen und Transgender demonstriert. Das Motto dieser Parade: „Wir sind Millionen von Stimmen“.

Insgesamt schätzten die Veranstalter die Zahl der Teilnehmer und Besucher auf eine Million. Die „Avenida Atlantica“, die zentrale Strandpromenade, war für die „Parade Gay“ auf sechs Spuren gesperrt. Blickfang der Parade war wohl die mehr als 100 Meter lange Regenbogenflagge, die über die gesamte Strecke mitgetragen wurde.

Es war die 18. Lesben- und Schwulenparade in Rio. Die erste fand im Jahr 1995 statt. Für Júlio Moreira, Organisator der Parade und Vorsitzender der Lesben- und Schwulenorganisation „Arco-Íris“ (Regenbogen), spielt die Parade eine wichtige Rille im Kampf für mehr Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender.

„Wir haben es geschafft, politische Maßnahmen und Aktionen durchzusetzen, wie Zentren für den Kampf gegen Homophobie, das Programm ‚Brasilien ohne Homophobie‘ sowie Räte, die für die Überwachung öffentlicher Politiken verantwortlich sind.“, erklärt Moreira die Fortschritte der letzten Jahren.

Nun möchte die LGBT-Community unter anderem gegen Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung kämpfen und für die öffentliche Anerkennung der sozialen Begriffe Transvestiten und Transsexuellen.