Drei von vier schwulen Paaren gehen nicht Hand in Hand auf der Straße

Alarmierende Ergebnisse bringt die im Mai veröffentlichte Studie über die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in der EU – auch für Österreich.

Rund 93.000 Betroffene haben die Umfrage der EU-Grundrechteagentur (FRA) beantwortet. Die Ergebnisse sind dramatisch: Ein Viertel aller befragten LGBT-Personen wurde in den vergangen fünf Jahren mit Angriffen oder Gewaltandrohungen konfrontiert. Bei Transgender-Personen war es sogar ein Drittel. „Diese Zahlen sind dramatisch“, so FRA-Direktor Direktor Morten Kjaerum bei einer Fachkonferenz gegen Diskriminierung in Wien.

Viele Opfer von Gewalt würden außerdem nicht zur Polizei gehen, weil sie dort keine Hilfe erwarten würden oder Angst hätten, erneut diskriminiert zu werden. Zwei Drittel aller gleichgeschlechtlichen Paare trauen sich nicht Hand in Hand in der Öffentlichkeit zu gehen, beim Männern beträgt die Quote sogar rund 75 Prozent.