Proteste gegen Olympia in Sotschi: IOC wird nervös

Die anhaltende Proteste gegen die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi machen das Internationale Olympische Komitee (IOC) offenbar nervös.

Wegen der umstrittenen Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ in Russland ist auch das Komitee in Erklärungsnotstand geraten. Nun üben Lesben- und Schwulenaktivisten Druck auf die Sponsoren der Spiele aus. So gab es vor Kurzem einen Aufruf, Produkte von Coca-Cola und McDonald’s für ein Wochenende zu boykottieren.

Das macht das Internationale Olympische Komitee nun offenbar zunehmend nervös: Gerhard Heiberg, Marketingchef des IOC, wird nun nicht – wie zunächst geplant – zum Jahresende zurücktreten, sondern erst nach den Winterspielen in Sotschi. Darum hatte ihn der neue IOC-Präsident Thomas Bach gebeten.

Der 74-jährige Norweger soll nun vor allem die Nerven der Sponsoren beruhigen. Bei zahlreichen Topsponsoren des IOC ist die Kritik wegen des heftig kritisierten Anti-Homosexuellen-Gesetzes der russischen Regierung offenbar schon angekommen.

Für die Aktivisten ist die Verlängerung des Vertrags von Heiberg ein erstes Zeichen, dass das IOC die Proteste offenbar ernst nimmt und Schaden befürchtet. Die Taktik, Druck auf die Sponsoren der Olympischen Winterspiele auszuüben, war offenbar richtig.