Sean Hayes: Schlechtes Gewissen wegen spätem Outing

Der offen schwule Schauspieler Sean Hayes hat ein schlechtes Gewissen, weil er sich erst so spät geoutet hat. Das hat er in einem Interview mit der „Los Angeles Times“ zugegeben.

„Ich war so jung. Ich habe mich nicht in den Medien geoutet, weil ich mit 26 oder 27 so überwältigt war. Ich wollte die Verantwortung nicht – ich wusste nicht, wie ich die Verantwortung, für die Schwulencommunity zu sprechen, handhaben sollte“, beichtete er der Zeitung.

Das tut ihm heute leid. „Ich habe immer gedacht, ich schulde denen eine Riesen-Entschuldigung, dass ich mich so spät öffentlich geoutet habe. Manche Leute in der Community waren wirklich sauer auf mich, weil ich mich nicht zu ihren Bedingungen geoutet habe.“ Und Sean Hayes erinnert sich weiter: „Das war sehr erschreckend. Wir haben Todesdrohungen bekommen. Es war eine wirklich harte Zeit für mich, aber gleichzeitig auch die Zeit meines Lebens“.

Nun ist Sean Hayes offen schwul – und sorgt auch dafür, dass diese Sichtbarkeit über die Bildschirme flimmert. In seiner neuen NBC-Serie „Sean Safes The World“ spielt er einen Alleinerziehenden schwulen Vater. Eine solche Rolle habe es im US-Fernsehen noch nie gegeben, betont er: „Vor allem möchte ich die Leute zum Lachen bringen, das ist es. Wenn jemand nebenbei eine Erleuchtung hat, die er sonst nicht gehabt hätte, ist das toll, aber das ist nicht der Zweck der Show“.