Olympia: Putin will, dass sich auch Lesben und Schwule wohlfühlen

Der russische Präsident Wladimir Putin versucht, die Weltöffentlichkeit zu beruhigen: Bei einem Besuch von IOC-Präsident Thomas Bach hat Putin versichert, Lesben und Schwule hätten bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi keine Einschränkungen zu befürchten. Das umstrittene Gesetz gegen „Homo-Propaganda“ bleibt trotzdem in Kraft.

„Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass sich Athleten, Fans und Gäste bei den Olympischen Spielen wohl fühlen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, der Rasse oder der sexuellen Ausrichtung“, so Putin am Montag in Sotschi.

Die Behandlung von Lesben und Schwulen in Russland wird immer mehr zum Image-Risiko für die perfekt geplanten Winterspiele: Internationale Organisationen fordern einen Boykott, und auch Athleten haben sich immer wieder kritisch über das „Anti-Homo-Propaganda“-Gesetz geäußert.

Es verbietet Lesben und Schwulen, sich positiv über ihre sexuelle Orientierung zu äußern, wenn auch nur theoretisch Kinder es mitbekommen könnten. Wegen des Gesetzes sind bereits mehrfach Schwule und Lesben bei Protesten festgenommen worden.