Hawaii möchte Ehe so schnell wie möglich öffnen

Der nächste US-Bundesstaat steht davor, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen: In Hawaii hat der Justizausschuss Montagabend in einer Sondersitzung die Ehe-Öffnung mit fünf zu zwei Stimmen befürwortet. Zuvor gab es eine mehr als 12 Stunden dauernde Anhörung zu dem Thema, bei dem sich 1800 Befürworter und Gegner an die Abgeordneten wandten.

Der demokratische Gouverneur Neil Abercrombie, ein Befürworter der Ehe-Öffnung, rechnet damit, dass die beiden Häuser des Parlaments das Gesetz innerhalb einer Woche verabschieden könnten. Der Senat wird vermutlich heute, Mittwoch, über das Gesetz entscheiden. Das Repräsentantenhaus könnte am Donnerstag folgen. Eine Mehrheit gilt in beiden Häusern wahrscheinlich. Damit könnten gleichgeschlechtliche Paare ab 18. November in Hawaii heiraten.

Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, gleichgeschlechtliche Ehen durch die Bundesverwaltung anzuerkennen, gebe es keinen Grund mehr, Lesben und Schwulen Grundrechte zu verweigern, so Abercrombie zum Nachrichtensender Al Jazeera. Für ihn sei die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein ähnlicher Durchbruch bei Bürgerrechten wie das Ende der Sklaverei oder das Frauen-Wahlrecht, so Abercrombie weiter.

Hawaii wäre der 15. Bundesstaat der USA, der die Ehe für Lesben und Schwule öffnet. Außerdem können gleichgeschlechtliche Paare in der Hauptstadt Washington, D.C. heiraten und bei einigen indianischen Stämmen den Bund fürs Leben schließen.