Russischer LGBT-Sportverein will „Gay Games“ in Moskau durchführen

Zwischen Olympischen Winterspielen und den Paralympics könnten in der russischen Hauptstadt Moskau „Offene Spiele“ stattfinden, veranstaltet vom russischen Sportverband der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen.

„Wir starten am 26. Februar, damit Amateursportler, Journalisten und andere von Sotschi nach Moskau kommen und uns unterstützen können, erklärt dessen Vorsitzender, der frühere Ermittler Viktor Romanow. Er glaubt nicht, dass er wegen der Organisation der Spiele in Konflikt mit dem Gesetz gegen „Homo-Propaganda“ kommt: „Wir fallen nicht in den Bereich dieses Gesetzes, weil wir nicht Homosexualität propagieren, sondern Sport und eine gesunde Lebensführung“, erklärt Romanow. Auch eine Anmeldung der Veranstaltung bei den Behörden sei nicht notwendig, weil es sich nicht um eine politische Demonstration handle.

Der LGBT-Sportverband wurde von Romanow und dem Hochschullehrer Konstantin Jablonsky nach deren Teilnahme an den „Gay Games“ 2010 in Köln gegründet. Die Gruppe ist als nicht-kommerzielle Organisation registriert. Die Veranstaltung steht auch in keiner Verbindung zu den offiziellen „Gay Games“, die alle vier Jahre im Sommer stattfinden.

Die Veranstaltung soll von 26. Februar bis 2. März stattfinden. Russischen Olympiateilnehmern wurde die Teilnehmer an diesen „Gay Games“ bereits verboten. Eine Sportlerin, die in Sotschi startet, hat laut Romanow in einer Video-Botschaft mitgeteilt, zu den Spielen zu kommen.