Petition gegen Conchita Wurst ein Rohrkrepierer?

Mehr internationale Schlagzeilen als Unterschriften im eigenen Land bekommt derzeit eine Petition gegen Conchita Wurst in Weißrussland.

„Der populäre internationale Wettbewerb, den unsere Kinder sehen werden, ist mithilfe der europäischen Liberalen zu einem Brutherd der Unzucht verkommen“, heißt es in der Petition, die Andrej Kiraschow von der „Legion Alexander Lukaschenko“ gestartet hat. Europäer versuchten, Weißrussen ihre Ideale aufzudrängen, fügt er hinzu. Doch das Interesse an der Unterschriftenaktion ist nicht gerade überwältigend. In einem Monat hat er gerade einmal 2.300 Unterschriften gesammelt.

Sein Ziel: Der Auftritt der bärtigen Sängerin soll in Weißrussland nicht gezeigt werden. Nachdem der Song Contest aber nur vollständig oder gar nicht gezeigt werden darf, könnte die Petition das weißrussische Fernsehen in Verlegenheit bringen.

Conchita Wurst lässt der Protest kalt: „Ich bin es gewohnt, mit Anfeindungen konfrontiert zu werden und genau aus diesem Grund habe ich auch die Kunstfigur Conchita Wurst erschaffen. Es muss sich etwas verändern in unserer Gesellschaft.“, sagt sie lächelnd.

Und auch sonst scheint die Region mit ähnlichen Song Contest Teilnehmern kein Problem zu haben: Russland schickte schließlich selbst mit t.A.T.U ein zumindest offizielles Lesbenpärchen ins Rennen, und die Ukraine blieb der Community mit Verka Serduchka auch nicht gerade in rein heterosexueller Erinnerung.