Homo-Propaganda: Veranstalter von Lady Gaga in Russland verurteilt

Jener Veranstalter, der Lady Gaga im Jahr 2012 nach Russland geholt hat, wurde nun verurteilt. Er habe Gesetze gebrochen, die Minderjährige vor „Propaganda von Alkoholgebrauch und Homosexualität“ schützen sollten.

Denn Nadascha Petrova brachte ihre 13-jährige Tochter zum Konzert von Lady Gaga nach St. Petersburg mit. Sie hat danach Anzeige erstattet. Das Konzert habe Bilder beinhaltet, die lesbischen Sex nahelegten und ermutigten, Alkohol zu trinken. Unterstützung bekam sie von der putintreuen „Arbeitergewerkschaft der russischen Bürger“.

Petrova hatte mit ihrer Anzeige Erfolg: „Planeta Plus“, der Veranstalter, wurde von einem Gericht in St. Petersburg zu umgerechnet 800 Euro Geldstrafe verurteilt. Weil die Strafen mittlerweile aber saftig erhöht wurden, möchte Petrova nun vor einem anderen Gericht klagen: Ihre Tochter habe von dem Lady Gaga-Konzert einen psychologischen Schaden davongetragen, behauptet sie.

Auch „Planeta Plus“ will gegen das Urteil berufen. Es käme einer Zensur gleich, so die Veranstalter. „Wir stimmen mit dem Urteil nicht überein, weil uns niemand gehört hat“, so Jevgeni Filkenstein, Generaldirektor von „Planeta Plus“. Und er ergänzt: „Wegen diesen Gesetzen gegen ‚Schwulenpropaganda’, die hier angewandt werden, wegen diesen billigen Publicity-Tricks, leiden alle Konzertbesucher.“ Das derzeitige politische Klima in Russland führe dazu, dass immer mehr internationale Stars einen Bogen um das Land machten, warnte Filkenstein weiter.