Keine Homo-Ehe in Griechenland

Griechenland hat seine Pläne, eine Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen, wieder auf Eis gelegt. Stattdessen sollen sexuelle Minderheiten gegen Diskriminierung geschützt werden.

Der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras von der Partei „Nea Dimokratia“ folgt so nicht einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). Dieses hatte gefordert, die in Griechenland bereits existierenden Lebenspartnerschaften auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Für den Koalitionspartner, die sozialdemokratische PASOK, ist das ein herber Rückschlag. Sie hat vor wenigen Tagen angekündigt, die Lebenspartnerschaft für schwule und lesbische Paare zu öffnen. Aus der „Nea Dimokratia“ kamen auch erste positive Signale dazu. Doch nach offenen Drohungen der griechisch-orthodoxen Kirche gab es bei den Konservativen offenbar einen Meinungswechsel.

Die Kirche hat angekündigt, alle Abgeordneten zu exkommunizieren, die für die Öffnung der Lebenspartnerschaften stimmen. Bischof Sereaphim, der Metropolit von Piräus, ließ ausrichten, das Gesetz würde Griechenland dazu bringen, „die Beschaffenheit des menschlichen Seins und der Physiologie zu verdrehen und die psycho-pathologische Verirrung der Homosexualität zu stärken“.

Immerhin möchte die griechische Regierung nun den Anti-Diskriminierungsschutz für sexuelle Minderheiten verstärken. In diesem Punkt sind sich die Regierungsparteien einig.