‚Orthodoxer Kalender‘ zeigt schwule Motive mit orthodoxen Priestern

Ob sich ein paar orthodoxe Priester in Russland diesen Kalender wohl in ihr Kämmerchen hängen werden? Ein „orthodoxer Kalender“ zeigt Zeichnungen von Geistlichen in eindeutigen Positionen. Zehn Prozent des Verkaufspreises gehen an LGBT-Gruppen in Russland.

Die Bilder für den Kalender mit dem eindeutigen Titel „Größer, härter, besser!“ kommen vom ungarischen Zeichner Tienne. Die Idee kam ihm nach einem zweiwöchigen Aufenthalt in Russland. Dabei transferiert er unter anderem klassische ikonographische Motive mit einem Hauch Ironie in einen schwulen Kontext. Das soll die negativen Einflüsse der Orthodoxie auf Lesben und Schwulen in Russland symbolisieren.

„2013 war für LGBT-Menschen in vielen orthodoxen Ländern ein Desaster, aber am schlimmsten wäre es in Russland, wo jüngst ein Gesetz verabschiedet wurde, das sogenannte Schwulenpropaganda auf Plätzen verbietet, wo Kinder sie sehen könnten“, heißt es in einer Presseaussendung. „Hinter all diesen feigen Politikern, die LGBT-Menschen die Schuld an der politischen und wirtschaftlichen Schieflage ihrer Länder zuschieben, gibt es eine einzige machtvolle Kraft, die die Trommeln des Hasses schlägt: die Orthodoxe Kirche“.

Deshalb habe man sich entschlossen, den Kalender herauszubringen. Er kostet 16,99 Euro, zehn Prozent davon gehen an schwullesbische Projekte in Russland. Bestellt werden kann er über das Internet.

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