Russischer Neonazi misshandelt ukrainischen ‚X-Factor‘-Kandidat

Maxim Martsinkewisch, der als „Hackbeil“ bekannt gewordene Kopf der russischen Neonazi-Gruppen „Occupy Perophilyai“, hat ein neues Opfer gefunden: Im Internet kursiert ein Video, wie er Alexander Bohun, einen Kandidaten der ukrainischen Version von „X-Factor“ foltert und demütigt.

Gegenüber lokalen Medien erklärt Bohun, Martsinkewisch habe ihn wiederholt geschlagen, ihm Gewalt angedroht und ihn gezwungen, vor der Kamera falsche Behauptungen aufzustellen. „Ich wurde fälschlich als Pädophiler bezeichnet, er hat sich über mich lustig gemacht und ich wurde gezwungen, Taten und Vorlieben zuzugeben, die ich unter keinen Umständen zugegeben hätte, und ich musste das öffentlich ‚gestehen‘“, sagt Bohun. Auch ihm hat Martsinkewisch einen Streifen in den Kopf rasiert, den er regenbogenfarbig angemalt hat. Weiters musste Bohun Urin trinken, der ihm dann auch über den Kopf gegossen wurde.

Die Behörden in Sebastopol auf der Krim haben deshalb Untersuchungen gegen Martsinkewisch eingeleitet – vielleicht ist das der Grund, weshalb der als „Hackbeil“ bekannte Neonazi vor einigen Wochen überstürzt Russland verlassen hat.

Bohuns Agentin Elena Kherson macht unterdessen klar: „Es gibt keinerlei Beweise, dass Alexander Bohun die Verbrechen, die ihm ‚Hackbeil‘ vorwirft, begangen hat. Und vor allem, er ist das Opfer.“