Kölner Rechtspopulisten: Geldstrafe nach homophoben Sprüche

Weil sie den offen schwulen Bundestagsabgeordneten Volker Beck bei einer Demonstration beleidigt haben, sind zwei Funktionäre der rechtspopulistischen Partei „Pro Köln“ zu Geldstrafen verurteilt worden.

Zu den verbalen Auseinandersetzungen war es am 23. März gekommen, als „Pro Köln“ demonstrierte und es zeitgleich eine Gegendemonstration gegen die rechten Demagogen gab. Bei dieser war auch Beck anwesend.

Das verleitete Jörg Uckermann, stellvertretender Vorsitzender von „pro NRW“ und Kölner Ratsherr, per Mikrofon zu der Meldung: „Der warme Volker Beck, der weiß, wie man sich aktiv von hinten nach vorne durcharbeitet“. Sein Parteikollege Michael Gabel verglich Beck mit Adolf Hitler und die Gegendemostranten mit der SA. Auch ihm wurden „provokante Worte zur Homosexualität vorgeworfen“, wie lokale Medien berichten.

Vor Gericht relativierten die beiden Politiker ihre Aussagen. Uckermann sagte, er habe keine Erinnerung, was er bei der Demonstration gesagt habe und könne in den Aussagen keine Beleidigung erkennen. Gabel, der selbst schwul ist, räumte ein, man habe bei solchen Gelegenheiten manchmal „eine etwas derbe Sprache“.

Die Antwort des Richters war hingegen klar: Wegen Beleidigung wurde Uckermann zu einer Geldstrafe von 2.500 Euro verurteilt, Gabel muss 750 Euro zahlen.