Ian McKellen: Außenministerium warnt vor Russland-Reise

Der britische Schauspieler Sir Ian McKellen wird nicht zur Russland-Premiere von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ einreisen. Das britische Außenministerium hat den offen schwulen Schauspieler davor gewarnt, die Reise anzutreten. Grund dafür ist die Gesetzeslage in Russland.

So ist erst im Juni ein Gesetz in Kraft getreten, dass Lesben und Schwulen praktisch verbietet, sich und ihre Liebe in der Öffentlichkeit zu zeigen. Begründet wird das Gesetz gegen „Homo-Propaganda“ mit Kinderschutz. Wer sich widersetzt, riskiert hohe Geldstrafen oder gar Gefängnis.

„Sie könnten mich vor diesen Gesetzen nicht beschützen“, so McKellen in einem Interview mit der Zeitschrift „Radio Times“. Deshalb wird der Gandalf-Darsteller seine Kollegen Orlando Bloom, Martin Freeman, Benedict Cumberbatch und ‚Hobbit‘-Regisseur Peter Jackson nicht nach Moskau begleiten.

Das britische Außenministerium warnt alle Lesben und Schwule vor Reisen nach Russland. Es gebe „ein hohes Maß an Intoleranz in Teilen der Bevölkerung“, heißt es in der Reisewarnung. „Bei öffentlichen Zuneigungsbekundungen“ sei Vorsicht geboten.

McKellen ist über die erzwungene Absage der Reise untröstlich: „Zweieinhalb Stunden von London entfernt! Im Land von Tchaikovsky, Diaghilev, Rudolf Nureyev – schwule Künstler, deren Sexualität ihre Arbeit geprägt hat“, seufzte er in dem Interview.