James Arthur tun seine homophoben Äußerungen leid

James Arthur, im Jahr 2012 Gewinner der britischen Casting-Show „X Factor“ und auch bei uns mit seiner Single „Impossible“ wochenlang in den Charts, entschuldigt sich für seine schwulenfeindlichen Aussagen. Er könne seitdem nicht mehr schlafen, sagte er in einem Interview mit der Boulevardzeitung „Sun“.

Über das Internet lieferte er sich ein Wortgefecht mit dem Rapper Micky Worthless. Dabei bezeichnete er ihn unter anderem als „ver*ickte Schwuchtel“. Ein Sturm der Entrüstung brach über Arthur herein. Herbe Kritik kam unter anderem vom offen schwulen „Little Britain“-Star Matt Lucas.

In einem Interview mit der „Sun on Sunday“ schildert Arthur die Folgen dieser Beschimpfung. „Mein ganzes Selbstbewusstsein ist verschwunden weil das ganze Land glaubt, ich bin ein Homo-Hasser, der wie ein Monster aussieht. Es ist schrecklich. Meine kleine Schwester wurde in der Schule beschimpft und ich habe ständig Todesdrohungen bekommen. Am Schluss bin ich tagelang im Bett geblieben. Ich habe mich ehrlich für die Fehler geschämt, die ich gemacht habe, seit ich die Show gewonnen habe. Ich habe immer gedacht: ‚Was zum Teufel habe ich getan?‘ Aber seit ich berühmt bin, habe ich eine depressive Ader. Vielleicht muss ich für meine Kunst leiden“, gibt James Arthur zu Protokoll.

Künstlerkollegen halten dem Talent die Stange. Olly Murs sagte, er halte „im Zweifel für den Angeklagten“, weil er sich entschuldigt habe und ein „talentierter Kerl“ sei. Nicole Scherzinger, Jurymitglied bei „X Factor“ betonte ebenfalls, dass sie nur das Beste von James Arthur halte. „Ich lese die Zeitungen nicht, ich kenne ihn als Mensch, ich kenne sein Herz. Ich bin da, um ihn zu unterstützen.“

Doch die Öffentlichkeit scheint das nicht ganz zu glauben. Eine Petition, die verhindern möchte, dass James Arthur diese Woche bei „X Factor“ auftritt, hat bereits mehr als 11.000 Unterschriften. Die Macher betonen, keine Hass-Seite zu sein. Man se lediglich dagegen, dass jemand in einer so großen Fernsehshow auftrete, der schon so oft sprachlich danebengegriffen hätte. „Wir glauben nicht, dass James Arthur einen Platz im Fernsehen verdient, wegen der Homophobie in seiner Musik und in sozialen Netzwerken“, heißt es. Seinen Twitter-Account hat der Sänger nun an sein Management weitergegeben.