Barack Obama schickt lesbische Sportlegende nach Sotschi

Es ist ein deutliches Signal, das US-Präsident Barack Obama seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin sendet: Die Vereinigten Staaten senden zwei offen lesbische Sportlerinnen zur Eröffnung der Olympischen Spiele nach Sotschi – aber keine Spitzenpolitiker.

Mitglieder der offiziellen Delegation, die von der ehemaligen Heimatschutzministerin Janet Napolitano geleitet wird, sind die Tennislegende Billie Jean King und die Eishockey-Spielerin Caitlin Cahow. King engagiert sich auch in der Lesben- und Schwulenbewegung. Das wurde nun bekannt.

Für Wladimir Putin ist das der nächste Schlag ins Gesicht. Schließlich war er vor allem wegen der umstrittenen Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ international in der Kritik. Alle Demonstrationen dazu wurden in Sotschi verboten – und nun sitzen die verhassten Aktivisten quasi unangreifbar in der Delegation der USA.

Bereits in den letzten Wochen stand die Eröffnungsfeier der Spiele in Sotschi unter keinem guten Stern: Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und der französische Präsident François Hollande haben ihre Teilnahme an Putins Protz-Veranstaltung schon abgesagt – offiziell ohne Angabe von Gründen. EU-Kommissarin Viviane Reding war da schon deutlicher: Über Twitter teilte sie der Welt mit, dass sie Sotschi wegen der Menschenrechtsverletzungen in Russland fernbleibe.