New Mexico: Höchstgericht öffnet Ehe für Lesben und Schwule

Das Höchstgericht des US-Bundesstaates New Mexico hat die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet. Gleichgeschlechtlichen Paaren eine Ehelizenz zu verweigern widerspreche der Verfassung, so die Höchstrichter. Das Urteil wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Acht von 33 Bezirken in New Mexico haben bereits auf eigene Faust Ehelizenzen für gleichgeschlechtliche Paare ausgestellt, nachdem ein einzelner Standesbeamter im Süden des Bundesstaates selbständig damit angefangen hat.

Daraufhin haben Vertreter der Bezirke das Höchstgericht angerufen, um die Rechtslage zu klären. Denn die Gesetze in New Mexico waren in diesem Punkt nicht eindeutig: Die Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren war weder erlaubt noch verboten.

Viele Standesbeamte haben Lesben und Schwulen aber trotzdem die Ausstellung dieser Lizenz aus historischen Gründen verweigert: Das Formular sah ein Feld für die Braut und eines für den Bräutigam vor.

Damit ist jetzt Schluss: „Gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht eine Ehe zu schließen zu verbieten und ihnen und ihren Familien so die Rechte, den Schutz und die Pflichten der Zivilehe vorzuenthalten, verletzt die Gleichheit, die im Gleichheitsgrundsatz der Verfassung von New Mexico verlangt wird“, urteilte Richter Edward Chavez in seiner 31-seitigen Urteilsbegründung.

Das Urteil ist ein weiterer Sieg der Befürworter der Ehe-Öffnung. Damit können homosexuelle Paare in 17 US-Bundesstraßen und in der Hauptstadt Washington, DC heiraten. Zuletzt haben Hawaii und Illinois im letzten Monat die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet.