Höchstgericht stoppt vorübergehend Homo-Ehe in Utah

Ehe-Öffnung, bitte warten: Der Oberste Gerichtshof in Washington hat die Eheschließung von schwulen und lesbischen Paaren im US-Bundesstaat Utah vorübergehend gestoppt.

So gab der Supreme Court einem Eilantrag der Regierung statt. Diese hatte Einspruch gegen die Entscheidung von Bundesrichter Robert Shelby eingelegt, der das Eheverbot für verfassungswidrig erklärt und aufgehoben hatte.

Im mormonisch geprägten Utah hat die Bevölkerung im Jahr 2004 für eine Verfassungsergänzung gestimmt, die die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Dagegen haben homosexuelle Paare geklagt – und Shelby gab ihnen recht. Er hob den Verfassungszusatz mit sofortiger Wirkung auf, weil er gegen das Gleichheitsgebot der US-Verfassung verstoße. Weil eine solche Entscheidung erwartet wurde, haben sich in den letzten Wochen hunderte schwule und lesbische Paare in Utah das Ja-Wort gegeben.

Nun soll ein Bundesberufungsgericht in Denver überprüfen, ob das Ehe-Verbot in der Verfassung von Utah tatsächlich gegen den Gleichheitsgrundsatz der US-Verfassung verstoßt. Sollte dies der Fall sein, könnte das ein Riesenschritt in Richtung Ehe-Öffnung sein. Denn 30 weitere Bundesstaaten verbieten ebenfalls gleichgeschlechtliche Eheschließungen in ihren Verfassungen. Die meisten anderen Bundesstaaten haben die Ehe mittlerweile für schwule und lesbische Paare geöffnet.

So können gleichgeschlechtliche Paare in New Mexiko, Kalifornien, Hawaii, Illinois, Connecticut, Delaware, Iowa, Maine, Maryland, Massachusetts, Minnesota, New Hampshire, New Jersey, New York, Rhode Island, Vermont und Washington heiraten. Auch in der Hauptstadt Washington DC können sich Schwule und Lesben legal das Jawort geben.