Italienischer Bischof für Eingetragene Partnerschaften

In Italien hat sich ein römisch-katholischer Bischof für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften für schwule und lesbische Paare ausgesprochen. Diese Lebensgemeinschaften zu ignorieren, widerspreche der christlichen Barmherzigkeit und den Menschenrechten, so Domenico Mogavero, Bischof von Mazara del Vallo.

Eine zivilrechtliche Anerkennung dieser Partnerschaften dürfte aber nicht gleich viele Rechte wie eine Ehe haben, fügt Mogavero gegenüber der Tageszeitung „La Stampa“ hinzu. Rechte wie etwa eine Hinterbliebenrente erscheinen dem 66-jährigen Bischof aber „durchaus legitim“,

Damit ist der Bischof weiter als einige Politiker des katholisch-konservativen Flügels. Diese versuchen einen Vorschlag von Ministerpräsident Enrico Letta zu verhindern, der auch in Italien die Eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare einführen möchte. Auch der zuständige Bischof in der italienischen Bischofskonferenz hat sich gegen die Einführung Eingetragener Partnerschaften ausgesprochen.

So möchte Lettas Demokratische Partei (PD), ein Mitte-Links-Bündnis, eine Eingetragene Partnerschaft nach britischem Vorbild. Dort haben schwule und lesbische Paare fast die gleichen Rechte wie Ehepaare.

Innenminister Angelino Alfano von der Mitte-Rechts-Partei NCD hat aber bereits Widerstand gegen diese Pläne angekündigt.