Indiana will Verbot der Homo-Ehe in die Verfassung schreiben

Rückschritt im US-Bundesstaat Indiana: Ein Ausschuss des Repräsentantenhauses hat eine Vorlage verabschiedet, die gleichgeschlechtliche Ehen durch eine Verfassungsänderung verbietet. Bereits jetzt sind Ehen von lesbischen und schwulen Paaren in dem US-Bundesstaat per Gesetz verboten.

Der Entwurf wurde – quer durch die Fraktionen – mit 9:3 Stimmen angenommen. Das gilt als persönlicher Sieg des Vorsitzenden der Kammer, der Republikaner Brian Bosma. Er hatte die Vorlage in einen geschickten Schachzug einen Tag zuvor verlegt: Vom zuständigen Justizausschuss, wo sie abgelehnt worden wäre, zum Wahlausschuss, wo die Vorlage auch schließlich angenommen wurde.

Dem entsprechend freut sich Bosma: „Ich habe das der überwältigenden Mehrheit des Republikanischen Parteitages zuliebe getan, der mich dabei intensiv unterstützt hat, das hier auf die Tagesordnung zu bringen – auf die eine Weise oder die andere“, sagt er dem „Indianapolis Star“.

Nun wird das Gesetz dem ganzen Repräsentantenhaus von Indiana vorgelegt. Wird es dort angenommen, muss der Senat zustimmen. Danach gäbe es eine Volksabstimmung. Würde der Entwurf dort auch angenommen werden, würde Indiana die Ehe in der Verfassung als Verbindung von Mann und Frau festschreiben.