Promi-Abgeordneter warnt vor Homo-Eltern

Er war der Assistent des „Alten“ in dem deutschen Krimi-Klassiker. Als Politiker macht der mittlerweile 57-jährige Charles M. Huber aber keine so gute Figur. Gegenüber dem Nachrichtensender „n-tv“ hat Huber, der für die CDU im Deutschen Bundestag sitzt, sein Familienbild verteidigt.

Zunächst erklärt Huber, der bis 2004 noch Mitglied der SPD war, er habe „den Konservativismus“ für sich entdeckt und verstehe nicht „dass man sich heute rechtfertigen muss, wenn einem die klassische Familie wichtig ist“. Die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften verteidigt er – hier ist er ganz auf Parteilinie. Denn: „Aus der klassischen Familie sind wir nun mal entstanden.“, erklärt Huber. Diese „ursprüngliche Form“ werde heute diskriminiert, so der Neo-Abgeordnete.

Auch hat Charles M. Huber offenbar Angst, dass gleichgeschlechtliche Elternpaare schlecht für das Kind sind. „Es wird sich zeigen, wie positiv sich die neuen Familienformen auf ein Kind auswirken“, sagt er gegenüber n-tv.

Als Diskriminierung will der 57-Jährige diese Ansichten aber nicht verstanden wissen, schließlich habe er auch schwule Freunde. „Ich kenne ja auch meine feminine Seite“, so Huber weiter. Dann erklärt er: „Ich kann einen Mann auf die Wange küssen und Menschen berühren, ohne dass es etwas mit Geschlechtlichkeit zu tun hat. Im afrikanischen Kulturkreis spielen Gefühle eine ganz andere Rolle als hier. Da schüttelt man sich nicht formal die Hand und denkt sich: Wenn ich die Hand des Anderen einen Moment zu lang festhalte, könnte jemand glauben, dass ich schwul bin.“

Charles M. Huber ist der Sohn eines Diplomaten aus dem Senegal und einer Bayerin. Bekannt wurde er durch die Rolle des Henry Johnson in der TV-Serie „Der Alte“, die er von 1986 bis 1997 spielte. Im Jahr 2009 warb er das erste Mal für die Kanzlerin, letztes Jahr kam er über die hessische Landesliste für die CDU in den Deutschen Bundestag.