Daniela Iraschko-Stolz holt Silber in Sotschi

Arbeitet sich von Platz fünf vor

Daniela Iraschko-Stolz
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Die offen lesbische Schispringerin Daniela Iraschko-Stolz holt Silber bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi. Sie musste sich nur der Deutschen Carina Vogt geschlagen geben.

Mit Sprüngen über 98,5 und 104,5 Meter erreichte sie insgesamt 246,2 Punkte, 1,2 Punkte fehlten ihr auf Gold. Iraschko-Stolz ist damit die erste Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Frauen-Schispringen. Der Bewerb ist in Sotschi zum ersten Mal olympisch. Bronze ging an die Französin Coline Mattel.

Daniela Iraschko-Stolz wurde am 21. November 1983 im obersteirischen Eisenerz geboren. Seit 1995 ist sie Schispringerin, zusätzlich ist sie auch seit 2004 Fußball-Torhüerin.

Sie ist mehrfache österreichische Meisterin im Schispringen und kann auch zahlreiche internationale Erfolge verbuchen: Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 im tschechischen Liberec wurde sie vierte, bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo konnte sie ihren ersten Weltmeistertitel erringen. Außerdem ist Iraschko-Stolz Torhüterin der Frauenmannschaft des FC Wacker Innsbruck, mit dem sie 2009 österreichischer Vizemeister wurde.

Am 31. August 2013 ging Daniela Iraschko-Stolz in Innsbruck mit ihrer Partnerin, der Ärztin Isabel Stolz, in Innsbruck eine Eingetragene Partnerschaft ein. Das sehen die Sportlerin und ihre Frau auch als gesellschaftspolitisches Statement. Ein Statement, das nun mit der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi gekrönt wird.