Belle Brockhoff: Lesbische Snowboarderin in Sotschi für Homo-Rechte

Die offen lesbische Snowboarderin Belle Brockhoff will sich bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi nicht explizit zur Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Gastgeberland äußern – aber durch ihre Anwesenheit trotzdem ein Zeichen setzen.

„Während der Spiele möchte ich in nichts Politisches verwickelt werden. Das ist nicht der Grund, weshalb ich dort bin. Mit meiner Anwesenheit will ich allerdings zeigen, dass ich keine Angst vor diesen Gesetzen habe – und das sollen auch die Homosexuellen in Russland sehen“, so die australische Snowboard-Cross-Fahrerin gegenüber der BBC. „Ich werde aber sicher nicht herumrennen und zu den Kindern sagen: ‚Hey, Homosexualität ist okay‘“, ergänzt Brockhoff ihre Position.

Trotzdem wird sie nicht schweigen: Belle Brockhoff unterstützt die Kampagne „Principle 6“. Sie weist auf das sechste Prinzip der Olympischen Charta hin, nach dem „jede Form von Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus sonstigen Gründen mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung unvereinbar ist“.

Dem entsprechend hat Brockhoff angekündigt: „Sobald eine Kamera auf mich gerichtet ist, werde ich sechs Finger in die Höhe strecken.“ Ihr ist aber auch klar: „Die Leute beschäftigen sich nur mit deiner Meinung, wenn du Gold holst.“ – was die australische Snowboarderin gleich doppelt motivieren dürfte.