Dallas Buyers Club: McConaughey und Leto räumen bei den Oscars ab

Mit insgesamt drei Oscars ist in der Nacht auf heute das Aids-Drama „Texas Buyers Club“ ausgezeichnet worden. Matthew McConaughey bekommt den Goldmann als bester Hauptdarsteller, Jared Leto ist mit seiner Darstellung der Transsexuellen Rayon als bester Nebendarsteller geehrt worden. Den dritten Oscar bekam der Film für die besten Frisuren und das beste Make-up.

1985: Ein Mann tut allem, um nach seiner HIV-Diagnose zu überleben

Der Film, der nach einer wahren Begebenheit gedreht wurde, spielt im Dallas des Jahres 1985: Der zunächst schwulenfeindliche Elektriker Ron Woodroof, gespielt von Matthew McConaughey, erhält die Diagnose, HIV-positiv zu sein, Die Ärzte geben ihm noch dreißig Tage zu leben – er flüchtet aus der Klinik. In Mexiko bekommt er Medikamente, die ihm helfen. Diese möchte er auch anderen HIV-Patienten zugänglich machen.

Gemeinsam mit seinem besten Freund, der ebenfalls mit HIV infizierten Transsexuellen Rayon, verkörpert von Jared Leto, gründet er den „Dallas Buyers Club“, der es durch ein legales Schlupfloch ermöglicht, die in den USA nicht zugelassenen Medikamente zu verteilen. Während Rayon bald stirbt, lebt Woodroof noch sieben Jahre.

McConaughey dankt Gott und seiner Familie

In seiner Dankesrede sagte der 44-jährige McConaughey, er brauche im Leben drei Dinge zum Überleben: Gott, Familie und jemanden, zu dem er als Helden aufschauen könne.

Gesellschaftskritischer war hingegen die Dankesrede seines Filmpartners. Jared Leto machte zunächst den Menschen in Venezuela und der Ukraine Mut, weiter für ihre Freiheit zu kämpfen.

Jared Leto widmet den Preis 36 Millionen Aids-Toten

Er widmete seinen Preis seiner Mutter und jenen Menschen, die der Immunschwäche zum Opfer fielen: „Dieser Preis ist für die 36 Millionen Menschen, die den Kampf gegen Aids verloren haben – und für alle, die jemals Ungerechtigkeit empfunden haben wegen dem, wer sie sind oder wen sie lieben. Heute Abend stehe ich hier vor der Welt mit euch und für euch“, so Jared Leto.

Auf die Probleme, die Transgender auch heute noch mit ihrer Akzeptanz haben, ging der 42-Jährige nicht explizit ein. Von einigen Transgender-Verbänden war Leto deshalbkritisiert worden. Bereits im Vorfeld der Verleihung kritisierten die Aktivisten, seine Rolle sei zu klischeelastig.