Illinois öffnet Ehe für Lesben und Schwule früher als geplant

Der US-Bundesstaat Illinois hat die Ehe vorzeitig für lesbische und schwule Paare geöffnet. Eigentlich wäre das entsprechende Gesetz – der „Religious Freedom and Marriage Fairness Act“ erst im Juni in Kraft getreten – doch Gouverneur Pat Quinn wollte nicht länger warten.

In einer Stellungnahme heißt es: „Ich ermächtige jeden Standesbeamten in Illinois, den Anweisungen der Generalstaatsanwältin rasch zu folgen. Diesen Anweisungen zufolge wird das Gesundheitsministerium von Illinois nun alle Heiratslizenzen akzeptieren, die von jedem Standesbeamten in Illinois ausgestellt wurden.“

Zuvor hatte ihm Generalstaatsanwältin Lisa Madigan vorgeschlagen, dass Standesbeamte im ganzen Land anfangen sollten, gleichgeschlechtlichen Paaren die begehrten Heiratslizenzen auszustellen.

Denn im Bezirk Cook County wurden schwulen und lesbischen Paaren diese Heiratslizenzen nach einem Gerichtsurteil bereits ausgestellt. Seit letzten Freitag haben deshalb bereits 250 gleichgeschlechtliche Paare in dem Bezirk um eine Lizenz angesucht.

Madigan erklärte Quinn, dass „der Schutz, den die Verfassung garantiert, nicht durch Bezirksgrenzen eingeschränkt werden darf“ und sie bei eventuellen Klagen die Position vertreten würde, ein Verbot der Homo-Ehe in den anderen Bezirken sei verfassungswidrig.

Dieser Empfehlung ist Quinn nun nachgekommen. „Niemand sollte für gleiche Rechte warten, wenn es um die Liebe geht“, so der Gouverneur.