Auch Kongo will Lesben und Schwule kriminalisieren

Auch der Kongo könnte seine Gesetze gegen Lesben und Schwule verschärfen: Ein bereits im Dezember eingebrachter Gesetzesentwurf siegt vor, gleichgeschlechtlichen Sex mit bis zu fünf Jahren Haft zu bestrafen.

Transgender sollen Haftstrafen von bis zu zwölf Jahren drohen. Außerdem soll die Regierung der Demokratischen Republik Kongo drei Viertel der Therapiekosten bei einer „Heilung“ von Homosexualität zahlen.

Eingebracht wurde der Entwurf vom Abgeordneten Steve Mbikayi. Er steht voll und ganz hinter dem Vorschlag. Homosexualität sei nicht afrikanisch und aus dem Westen importiert worden, ist er sich sicher.

„Bereits jetzt ist es skandalös, wenn man einen Mann mit einem Mann oder eine Frau mit einer Frau sieht. Also habe ich meinen Anhängern versprochen, dass ich mich um dieses Thema kümmern werde und die Bestrafung von Homosexuellen anstrebe“, so Mbikayi, der in seinen Reden Homosexualität auch gerne mit Kindesmissbrauch und Sodomie gleichsetzt.

Derzeit ist Homosexualität in der Demokratischen Republik Kongo gesetzlich nicht verboten. Allerdings gilt sie besonders bei Schwulen als „Verstoß gegen die öffentliche Moral“ und wird unter diesem Paragraphen verfolgt.