Schwulenaktivist in der Ukraine überfallen

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist ein bekannter Lesben- und Schwulenaktivist angegriffen worden. Er dürfte das Opfer einer zielgerichteten Attacke geworden sein. Das berichtet das deutsche Online-Portal „queer.de“.

Konstantin M., Mitglied der „Gay-Alliance Ukraine“ ist demnach von drei Männern in Camouflage überfallen worden. Die Unbekannten lauerten ihm in der Nähe seines Hauses auf. Sie schlugen ihm ins Gesicht und in den Bauch – wiederholt in die Nieren. Dabei platzt seine Lippe auf, er erleidet weitere Verletzungen und Blutungen. Sie beschimpfen ihn – weil er schwul ist und von der Krim kommt.

Dann zerstören sie sein Handy und nehmen ihm sein gesamtes Geld ab. Die Täter sind vermutlich Nationalisten. 40 Minuten nach dem Überfall kommt die ukrainische Polizei. Sie nimmt den Vorfall auf, allerdings ohne den wahrscheinlichen homophoben Hintergrund. Die Beamten weigern sich, diesen Aspekt in die Anzeige zu schreiben.

Vor wenigen Tagen war Konstantin M. mit anderen ukrainischen Lesben- und Schwulenaktivisten in München, um an einem Workshop teilzunehmen. Die Szene der bayerischen Landeshauptstadt ist über den Angriff entsetzt und solidarisie

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