Rupprechter steht weiter zu seinen homosexuellen Freunden

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter von er ÖVP bleibt bei seiner Meinung, dass auch schwule und lesbische Paare gute Eltern sein können. In einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ und in der ORF-„Pressestunde“ bekräftigt er seine bisherigen Aussagen.

Dem Gegenwind, den er in dieser Frage von seiner Partei bekommen hat, will er standhalten: „Ich lasse mir sicher von niemandem einen Maulkorb verpassen, auch nicht bei anderen Themen – außer vielleicht manchmal von meiner Gattin“, sagt er gegenüber „Österreich“. Er habe in seinem privaten Umfeld und Freundeskreis viele homosexuelle Menschen, die er „auch lieb habe“. „Ich bin nicht bereit, diese auszugrenzen“, macht Rupprechter deutlich.

Das Christenbild, das ihn seine Mutter gelehrt habe, sei ein „barmherziges, liebendes, annehmendes“. Er bekomme für seine Position „auch aus kirchlichen Kreisen viel Zuspruch“, so der Landwirtschaftsminister in „Österreich“.

Aus Kreisen seiner eigenen Partei gab es für die Aussagen Rupprechters, Kinder könnten auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften glücklich sein, hingegen teils scharfe Kritik. Auf die Frage, ob seine Partei in dieser Frage zu verzopft oder zu radikal sei. antwortete Rupprechter in der ORF-„Pressestunde“: „Weder noch“ – die ÖVP sei eine „breit aufgestellte Volkspartei“, das müsse auch so sein.

Konservativ ist Andrä Rupprechter allerdings bei den Begriffen. Mit Begrifflichkeit wie „Ehe“ sollte man vorsichtig sein. Mit der Einführung der Eingetragenen Partnerschaft für schwule und lesbische Paare sei die Gleichstellung erreicht. Die Vorstöße von Familienministerin Sophie Karmasin, Familiennamen und eine Öffnung des Standesamtes zu ermöglichen, begrüßt der Landwirtschaftsminister.