Stadler will Eingetragene Partnerschaft abschaffen

Ewald Stadler, ehemaliger FPÖ-Abgeordneter und jetzt Chef und Spitzenkandidat der Reformkonservativen (REKOS) bei der Europawahl, möchte die Eingetragene Partnerschaft für schwule und lesbische Paare wieder abschaffen.

Das bekräftigt Stadler in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“. Eingetragene Partnerschaften seien für den Politiker „glatter Unsinn“: „Niemand braucht das, nicht einmal die Homosexuellen-Community. Jetzt heiraten schon die Heterosexuellen immer weniger, warum soll man dann den Homosexuellen eine Partnerschaft aufs Auge drücken?“, so Stadler.

Dem Vorwurf, dass sein Familienbild veraltet sei, lässt der Rekos-Chef nicht stehen: „Die Familie als Institution aus Vater, Mutter und Kindern ist ewig und älter als jeder Kritiker und jeder Staat dieser Welt“, erklärt der 53-Jährige der „Presse“.

Stadler hatte eine veritable Karriere in der FPÖ hinter sich: Als Klubchef, Landesrat in Niederösterreich und Volksanwalt bekleidete er einige Spitzenposten, bevor er 2007 zum BZÖ wechselte – und nach der verlorenen Nationalratswahl aus diesem flog. Letztes Jahr gründete er die „Reformkonservativen“ – eine klerikal-konservative Partei, der aber bei der Europawahl keine Chancen auf einen Einzug ins Parlament gegeben werden.