Montag, 22. Juli 2024
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Life-Ball-Konzert: Kritik an Auftritt von Anna Netrebko

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Neben dem Life Ball findet dieses Jahr zum dritten Mal am Abend zuvor im Burgtheater das „Red Ribbon Celebration Concert“ statt. Das Motto lautet „United in Difference“ Zu den Stargästen gehören „Desperate Housewives“-Darstellerin Marcia Cross und die wegen ihrer Unterstützung für Präsident Wladimir Putin umstrittene Opern-Diva Anna Netrebko.

„Ich bin stolz und glücklich, jetzt schon zum zweiten Mal dabei zu sein und diese wunderbare Initiative zu unterstützen“, zitieren die Organisatoren des Life Ball die russische Operndiva. Sie wird am 30. Mai unter anderem an der Seite von Vesselina Kasarova, Jennifer O’Loughlin, Juan Diego Florez, Yusif Eyvazov und Luca Pisaroni zu sehen sein.

Schauspielstars wie „Desperate Housewives“-Star Marcia Cross, Andrea Jonasson, Elisabeth Orth, Ben Becker und Cornelius Obonya präsentieren Denkanstöße zu Themen wie Solidarität, Humanität und gesellschaftliche Toleranz.

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Tickets kosten zwischen 30 und 290 Euro, der Erlös des Konzerts geht an die „Clinton Health Access Initiative“. Diese langjährige Life-Ball-Partnerorganisation wurde vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton gegründet. Er wird auch bei dem Konzert anwesend sein. Die Mittel kommen Projekten zugute, die sich der Eindämmung der Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind im Afrika südlich der Sahara widmen.

Doch vor allem der Auftritt von Anna Netrebko wird in Zeiten wie diesen für Aufregung sorgen. So hat die russische Diva mit österreichischem Pass vor den letzten Präsidentenwahlen deutlich Wladimir Putin unterstützt. Dieser ist unter anderem wegen seiner Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ international in der Kritik.

Netrebko hat sich davon nie distanziert – was sie selbst zum Objekt kritischer Fragen gemacht hat. Statt einer klaren Unterstützung für die schwul-lesbische Community gab es nur auf der Facebook-Seite nur ein halbherziges Statement. „Als Künstlerin ist es mir eine große Freude, mit all meinen wunderbaren Kollegen zusammenzuarbeiten – ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, Volkszugehörigkeit, Religion, Geschlecht oder sexuellen Orientierung“, so Anna Netrebko im letzten Jahr.