Kein ‚Weg zu Gott‘ für Grindr-User

„4 Schritte zu Gott“, erwarteten Grindr-User im Anzeigenfeld, als sie die beliebte Dating-App öffneten. Dahinter steckte „GodLife“, eine religiöse Organisation. Wie die Betreiber der App der britischen Seite „PinkNews“ mitteilten, wurde die Werbung nun gesperrt.

„Grindr hat sich entschieden, keine religiöse Werbung zu akzeptieren“, erklärt ein Sprecher. In die App ist die ungewohnte Anzeige über ein Werbe-Netzwerk gerutscht, das Werbung von verschiedenen Anbietern an viele unterschiedliche Apps weiterleitet.

Man habe zwar Kontrollmechanismen, die unpassende Anzeigen auf Grindr verhindern sollen, aufgrund der hohen Zahl der ausgespielten Werbungen sei eine vollständige Kontrolle aber nicht möglich, betont der Dating-Riese.

Vielleicht war Grindr aber auch nicht ganz die Zielgruppe von „GodLife“. Zwar steht die Organisation auch Lesben und Schwulen offen – in einem Artikel auf ihrer Website empfehlen sie aber „Pornografie zu meiden“ und einen Lebensstil, der mit der Verwendung von Grindr nicht unbedingt in Einklang steht: „Gott wird seine schützende Hand von dir entfernen, wenn du der Lust gestattest, dich zu sexueller Unmoral zu führen“, heißt es dort.