ORF-General Wrabetz hofft, dass Conchita Wurst nicht gewinnt

Gute Nachrichten gibt es von Conchita Wurst: Die Künstlerin ist von ihrer Grippe genesen und wurde gestern auf der Wiener Summerstage offiziell nach Kopenhagen offiziell verabschiedet. Dort tritt sie am 8. Mai im Halbfinale auf – und zwei Tage später hoffentlich auch im Finale.

Conchita ist schon heiß auf ihre Live-Performance

Auch, wenn sie erst am 29. April wirklich nach Kopenhagen reist: Die Freude darüber ist Conchita Wurst anzusehen. Denn mit „Rise Like A Phoenix“ hat sie auch in internationalen Fernsehshows positive Reaktionen bekommen. „Ich habe gesungen und sie waren Gott sei Dank verzaubert und haben den Bart nicht mehr gesehen, sondern die bärtige Frau singen gehört“, erzählt sie.

Conchita Wurst gibt zu: Die Ballade „Sie verlangt mir körperlich schon einiges ab – was ich aber toll finde“. Doch das Lied geht flüssig über ihre perfekt geschminkten Lippen – besonders, wenn sie es live singen kann: „Ich will nicht sagen, dass ich das Studio hasse, aber es nicht mein Lieblingsort“, so die Wurst gestern Abend.

Auch über die Choreografie beim Song Contest in Kopenhagen hat Conchita Wurst einiges verraten: Sie wird „sehr simpel und dezent“: „Ich bewege mich halt ein bisschen“.

Zuversicht bei Experten und Buchmachern

Zuversicht über den Erfolg von Conchita Wurst spürt man auch bei ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm. Er habe „ein irrsinnig gutes Gefühl, und ich glaube, dass das die beste Künstlerin ist, mit der wir fahren können“ – und rechnet fix mit einem Finaleinzug.

Bestätigt wird die Hoffnung von Böhm auch von den internationalen Buchmachern. William Hill sieht Conchita Wurst im Halbfinale auf Platz vier, auch fürs Finale sieht der Buchmacher Außenseiter-Chancen. Favoriten für den Sieg sind dieses Jahr aber Armenien, Schweden und die Ukraine.

Der armenische Teilnehmer „Aram MP3“ ist im Vorfeld des Song Contests vor allem dadurch aufgefallen, dass er Conchita Wurst beleidigt hat. Er finde ihren Auftritt „nicht normal“ und „nicht passend“. Das gemeinsame Lied aller Teilnehmer „werde ich wohl ertragen müssen“, sagte er bei einem Interview.

Dämpfer von ORF-General Wrabetz

Enttäuscht werden die Hoffnungen der österreichischen Song Contest Fans auf einen Sieg von Conchita Wurst ausgerechnet von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Denn er machte klar: Der ORF habe derzeit das Geld nicht, den Song Contest 2015 in Österreich auszurichten. Um dann wenig überzeugt hinzuzufügen: „Aber dann würden wir es finden.“