Mugabe: ‚Europa soll homosexuellen Unsinn behalten‘

Erneut wettert Simbabwes Präsident Robert Mugabe gegen die Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Europa. Anlass diesmal: Die Rede zum 34. Unabhängigkeitstag von Großbritannien am vergangenen Freitag.

„Was natürlich ist, wird unnatürlich gemacht. Und was unnatürlich ist, davon sagen sie, es sei natürlich“, wettert der 90-jährige Mugabe vor tausenden begeisterten Zuhörern in einem Stadion in der Hauptstadt Harare. Und setzt dann nach: „Soll doch Europa seinen homosexuellen Unsinn behalten und nicht damit hierher kommen!“

Es ist nicht das erste Mal, dass Robert Mugabe gegen Lesben und Schwule hetzt. So hat er unter anderem gesagt, sie seien „schlimmer als Schweine und Hunde“. Im Juli letzten Jahres sagte er über Lesben: „Ihr wollt wirklich andere Frauen zu eurem Ehemann machen? Das ist verrückt. Wir können das nicht akzeptieren.“ Schwule würde er gerne „in einen Raum sperren und sehen, ob jemand schwanger wird. Wenn nicht, dann sollten sie ins Gefängnis kommen, weil sie behauptet haben, sie können Kinder bekommen“.

Wie in vielen afrikanischen Ländern ist Homosexualität auch in Simbabwe illegal. Razzien gegen schwul-lesbische Organisationen stehen an der Tagesordnung, oft werden Aktivisten auch verhaftet. Wer einen Schwulen tötet, kann dafür mit Freispruch rechnen.