Todesstrafe für Schwule in Brunei: Boykott für Beverly Hills Hotel

Dass in Brunei schwule und lesbische Muslime künftig gesteinigt werden sollen, sorgt bis nach Los Angeles für Aufregung. Denn dem unbeschränkten Herrscher des Landes, Sultan Hassanal Bolkiah, gehört auch das legendäre Beverly Hills Hotel. Und das wollen schwul-lesbische Gruppen nun boykottieren.

So wurde bereits die „OutGiving Conference“, eine Veranstaltung für betuchte Spender aus der schwul-lesbischen Community, abgesagt. Sie sollte im Beverly Hills Hotel stattfinden. Veranstaltet wird sie vom Gill Action Fund. Deren Leiter Kirk Fordham macht klar: „Im Licht der schrecklichen schwulen- und lebensfeindlichen Politik der Regierung von Brunei hat sich Gill Action dazu entschlossen, seine Konferenzz vom Beverly Hills Hotel an einen anderen Ort zu verlegen. Wir wollen die gesamte Anzahlung zurück.“

Das Hotel versucht sich nun zu verteidigen. „Wir tolerieren keine Form der Diskriminierung. Wir sind auch gegen jedes Gesetz in jedem Land der Welt, das Menschen für ihre religiöse Überzeugung , Ethnie, Rasse oder sexuelle Orientierung bestraft.“ Man distanziere sich von „Gesetzen, die in jedem anderen Land außerhalb der USA“ existierten.