Homosexualität für Großteil der Weltbevölkerung ‚unmoralisch‘

Ein Großteil der Weltbevölkerung hält Homosexualität nach wie vor für unmoralisch – vor allem in Afrika und dem arabischen Raum. Das geht aus einer weltweiten Umfrage des Pew Research Center hervor, die in 40 Ländern auf der ganzen Welt durchgeführt wurde.

Die Befragten konnten zu bestimmten Positionen wie Homosexualität oder Abtreibung sagen, ob das ihrer Meinung nach „moralisch akzeptabel“ oder „moralisch nicht akzeptabel“ war oder „nichts mit Moral zu tun“ hatte. Trauriges Ergebnis: Der Umfrage zufolge halten 59 Prozent der Befragten Homosexualität für unmoralisch. für 20 Prozent ist Homosexualität moralisch vertretbar, für 13 Prozent hat es nichts mit Moral zu tun.

Spitzenreiter dabei sind Ghana, Jordanien, Ägypten, die Palästinensergebiete und Uganda. Von den dort befragten finden 93 bis 98 Prozent Homosexualität „moralisch nicht akzeptabel“. Insgesamt haben in 22 der 40 befragten Länder die Gegner von Homosexualität die Nase vorn.

Moralisch akzeptabel ist Homosexualität allerdings für die Befragten in Westeuropa und Südamerika. In der Tschechischen Republik, Spanien, Deutschland, Argentinien und Chile ist der Anteil jener Befragten am höchsten, die mit Lesben und Schwulen kein moralisches Problem haben. Spitzenreiter ist dabei Tschechien mit 56 Prozent Befragten, für die Homosexualität moralisch akzeptabel ist.

Österreicher wurden in der Studie nicht befragt. In Deutschland ist Homosexualität übrigens nur für acht Prozent der Befragten ein moralisches Problem – für 51 Prozent ist es keines, und für 38 Prozent hat gleichgeschlechtliche Liebe mit Moral nichts zu tun.

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