Menschenrechte: Richard Branson boykottiert Sultan von Brunei

Deutliche Worte kommen von Sir Richard Branson, Gründer und Chef des „Virgin“-Konzerns: Seine Gruppe wird alle Hotels boykottieren, die dem Sultan von Brunei gehören. Grund dafür ist die Einführung der Scharia in dem ostasiatischen Land. Auf Homosexualität steht dafür die Todesstrafe.

So hat Branson am Freitag getwittert: „Kein Virgin-Angestellter oder unsere Familien bleiben in den Dorchester-Hotels, solange der Sultan nicht grundlegende Menschenrechte einhält“. Die „Dorchester Collection“ ist eine Hotelkette, die dem Sultan von Brunei gehört.

Und Richard Branson ist nicht der einzige Promi, der auf die Hotels des Sultans verzichten möchte. Auch Sharon Osbourne und der offen schwule Stephen Fry haben ihre Buchung im Coworth Park Hotel in Ascot storniert, nachdem sie erfahren haben, dass es dem Sultan von Brunei gehört.

Die offizielle Stellungnahme der Hotelkette klingt wie eine Phrase: Die Firma würde „keine Form der Diskriminierung“ tolerieren und „Gleichheit, Respekt und Integrität“ in all ihren Bereichen unterstützen. Auf die Gesetze in der Heimat ihres Besitzers geht die Hotelgruppe nicht ein.