FPÖ Oberösterreich hetzt wieder gegen Lesben und Schwule

Wenn es darum geht, gegen Lesben und Schwule zu hetzen, tut sich derzeit die FPÖ Oberösterreich besonders hervor. Gleich zwei Pressemitteilungen in den letzten Tagen gehen auf die Kosten sexueller Minderheiten.

Den Anfang machte der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Manfred Haimbuchner, anlässlich der Maifeiern der Freiheitlichen. Dabei kritisierte er die SPÖ. Früher habe sich die Sozialdemokratie für Arbeitnehmer eingesetzt – doch das habe sich geändert: „Wer nicht einer Minderheit – Asylant oder etwa Homosexueller – angehört, hat sich nichts mehr zu erwarten.“, so Haimbuchner in seiner gewohnt untergriffigen Art. Nun würde sich die SPÖ vorrangig um den „Erhalt des Binnen-I“ kümmern, ätzt der Chef der oberösterreichischen Freiheitlichen.

In eine ähnliche Kerbe schlug einige Tage später die Familiensprecherin der FPÖ, Anneliese Kitzmüller. Sie nutzt die Rechte von Lesben und Schwulen als Mittel, um ausgerechnet die ÖVP anzugreifen. Statt Familien zu fördern „kommt Spindelegger lieber der Homo-Lobby entgegen“, so Kitzmüller: „Er spricht sich neuerdings für eine Verpartnerung am Standesamt für Homosexuelle aus und kündigte einen Weiterentwicklungsprozess der ÖVP an. Offenbar will die ÖVP sich an den NEOS orientieren“.

Und Kitzmüller ätzt weiter: „Mich würde es nicht wundern, wenn ÖVP-Obmann Spindelegger demnächst in einem Brautgewand dem NEOS-Chef Strolz einen Heiratsantrag machen will. Wer weiß, ob die Verpartnerung im Rahmen des Lifeballs stattfinden wird“, heißt es in der FPÖ-Presseaussendung.

Eine etwas reservierte Einstellung zu Lesben und Schwulen scheint in der Familie Kitzmüller üblich zu sein. So empfahl ihr Mann, ebenfalls FPÖ-Mandatar, im letzten Jahr Homosexuellen „hinters Vöest-Gelände“ zu gehen. Das ehemalige Außenlager des KZ Mauthausen will er damit aber nicht gemeint haben.