Michael Sam: Kuss an seinen Freund ’nicht OK‘ für landesweites Fernsehen?

Dass Michael Sam als erster offen schwuler Profi-Footballer in der NFL ein rauer Wind entgegenwehen wird, war klar. Nicht einmal einen Tag hat es gedauert, bis sich die ersten Stimmen der Football-Szene negativ äußern.

Grund dafür war, dass Michael Sam seinen Freund unter Tränen geküsst hat, nachdem er erfahren hatte, dass er einen Profivertrag bei den St. Louis Rams bekommen hat – und dieser Kuss der Freude im Fernsehen gezeigt wurde.

Für Derrick Ward, einen ehemaligen Football-Spieler, war das zuviel des Guten. Der 33-Jährige twitterte: „Es tut mir leid, aber es ist nicht okay, dass Michael Sam das im landesweiten Fernsehen macht. Es ist für mich okay, dass für ihn ein neues Zeitalter angebrochen ist, aber das im landesweiten Fernsehen zu machen, ist grauslich. Schwul oder nicht.“

Die Begründung des ehemaligen Superbowl-Gewinners Ward: Kleine Kinder schauen zu. „Ich kann nicht glauben, dass ESPN das durchgehen hat lassen“, twittert er seine homophoben Meinungen fröhlich weiter.

Als er von anderen Twitterern darauf angesprochen wurde, sag Derrick Ward die Tragweite seiner Meldungen noch immer nicht ein. „Wenn man zurückschaut, was ich geschrieben haben sagte ich, was nicht sein hätte sollen.“

Denn das Problem war nicht, dass sich zwei Männer küssten: „Die Zunge in den Mund einer anderen Person zu stecken, ist ein bisschen zu viel“, kritisierte er. Auch bei einem heterosexuellen Kuss hätte er dasselbe geschienen, betont der Ex-Footballer.