Auch Pennsylvania muss Ehe für Lesben und Schwule öffnen

Auch der US-Bundesstaat Pennsylvania öffnet die Ehe für Lesben und Schwule. Nur einen Tag nach der Ehe-Öffnung in Oregon hat ein Bundesrichter gestern das Ehe-Verbot für verfassungswidrig erklärt.

Nachdem zwischen Registrierung und Eheschließung drei Tage vergehen müssen, werden die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen für Freitag erwartet. In anderen Bundesstaaten geschlossene Ehen sind gültig.

Auch US-Bundesrichter John Jones III. begründet die Aufhebung des Ehe-Verbots mit dem 14. Verfassungszusatz. Dieser garantiert die Gleichbehandlung aller US-Bürger. „In zukünftigen Generationen wird das Etikett ‚gleichgeschlechtliche Ehe‘ verschwinden. Dann wird man nur noch von ‚Ehe‘ sprechen“, so Jones in seiner Urteilsbegründung. Pennsylvania habe „keinen legitimen Grund“, Lesben und Schwule zu diskriminieren, indem der Bundesstaat ihnen die Eheschließung verweigert.

Das Urteil wird auch deshalb aufmerksam verfolgt, weil Richter John Jones eigentlich ein konservativer Republikaner ist. Ernannt wurde er von George W. Bush.

Die Generalstaatsanwältin von Pennsylvania, die Demokratin Kathleen Kane, hat bereits angekündigt, nicht gegen das Urteil zu berufen. Sie sei selbst der Meinung, dass das Ehe-Verbot verfassungswidrig gewesen ist.